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Die Mitte-Deutschland-Verbindung
ist eine großräumige Ost-West-Verkehrsachse, die bedeutende
Oberzentren von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen
miteinander verbindet. Insbesondere für die wieder aufstrebenden
Wirtschaftsräume Chemnitz-Zwickau und Ostthüringen sind mit
einer verbesserten Schienenanbindung an das Ruhr- bzw.
Rhein-Main-Gebiet erhebliche Entwicklungsimpulse verbunden.
Mit der derzeit im Rahmen des
Schienenwegeausbauprogramms laufenden Streckensanierung werden die
vorhandenen Infrastrukturdefizite zwischen Weimar und Glauchau
(weitgehend eingleisig und nicht elektrifiziert) nur teilweise
abgebaut. Es wird damit keine durchgängig gleichwertige,
leistungsfähige Ost-West-Verbindung geschaffen, die wachsenden
Bedarfsanforderungen im Personen- oder kombinierten Ladungsverkehr
gerecht wird. In den betroffenen Regionen, die eine nachhaltige
Einbindung in das Schienennetz fordern, stößt die fehlende
Zustimmung seitens der DB AG zum Abbau der Leistungslücke im Netz
zwischen Glauchau und Weimar zunehmend auf Unverständnis und
Protest.
Mit der im Jahr 2000 seitens der DB AG getroffenen
Entscheidung, den Fernverkehr auf dieser Strecke ab Weimar in Richtung
Gera-Chemnitz wegen der „Randlage“ und der zu geringen
Reisendennachfrage einzustellen, wurden die Regionen
Chemnitz-Erzgebirge, Südwestsachsen und Ostthüringen trotz
der vorhandenen Bevölkerungs- und Wirtschaftspotenziale vom
Fernverkehr abgekoppelt.
Unter Einbeziehung der sowohl in Thüringen als
auch in Sachsen geführten Untersuchungen und Aktivitäten
für die Ausbaumaßnahmen der Mitte-Deutschland-Verbindung
wurde eine länderübergreifende
Gemeinschaftsinitiative aus Vertretern der Landes- und
Regionalplanung, der Industrie- und Handelskammern von
Ostthüringen und Südwestsachsen, der Wirtschaftsregion
Chemnitz-Zwickau und der Städte Chemnitz, Zwickau, Gera und Jena
gebildet.
Der auf freiwilliger Basis zur Sicherung und
Unterstützung der gemeinsamen Interessen agierende Arbeitskreis
hat u. a. die jeweiligen Wirtschaftsministerien der Länder oder
ansässigen Universitäten und Hochschulen in die fachliche
Arbeit einbezogen.
Zu den bisherigen, öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten und
Ergebnissen gehören die unter Teilnahme führender politischer
Vertreter des Bundes und der Länder sowie aus Wirtschaft und
Wissenschaft durchgeführten Verkehrskonferenzen 2001 in Glauchau
und 2002 in Jena.
Begleitend dazu wurden länderübergreifende Vereinbarungen und
vertragliche Regelungen mitinitiiert. Das gegenwärtige
Handlungsfeld konzentriert sich auf die Bundesverkehrswegeplanung.
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